Ausstellung "Schatten"
 
 
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Eine Ausstellung, die unter die Haut geht

Auf sehr persönliche und berührende Weise wurde am 7. Oktober 2014 die Ausstellung „Schatten – Ich wollte doch leben!“ eröffnet.

Die Ausstellung will junge Menschen für die Risiken im Straßenverkehr sensibilisieren. Dazu konfrontiert sie die Besucher mit den Schicksalen sechs junger Erwachsener, die bei Verkehrsunfällen gestorben sind. „Ich habe mich überschätzt.“ „Ich wurde übersehen.“ „Ich habe mich nicht angeschnallt.“ Die einzelnen Schicksale sind auf geschwärzten Figuren zu lesen, die zurzeit in der Aula der Fach- und Berufsoberschule Ansbach stehen. Hinter jedem „Schatten“ der Ausstellung steht ein tatsächliches Lebensschicksal, ein wirklicher Unfalltod. Durch diese Herangehensweise sollen gerade junge Menschen zum Nachdenken gebracht werden, die viel zu oft denken: „Mir wird schon nichts passieren.“

Die Schulleiterin, Frau OStDin Heidi Hübner, fand in ihrer Eröffnungsrede sehr persönliche und bewegende Worte: „Der Tod, die Ewigkeit kann uns ganz nah sein. Wir denken nur selten darüber nach. … Die Ausstellung will uns nicht die Freude am Leben nehmen, aber sie will uns bewusst machen, wie gefährdet das Leben sein kann.“ Sie hofft, dass die Ausstellung und das sich daran anschließende Rahmenprogramm dazu beitragen können, dass sich junge Erwachsene sicherer und hoffentlich unversehrt im Straßenverkehr bewegen.

Herr Herbert Behlert, der Vorsitzende des ADAC-Nordbayern e.V., erinnerte in seinem Grußwort daran, dass das Risiko junger Fahranfänger zwischen 18 und 24 Jahren im Straßenverkehr tödlich zu verunglücken drei Mal höher ist als das aller anderen Altersgruppen. Vor allem junge Männer sind hier gefährdet. Mit der Ausstellung will der ADAC Aufmerksamkeit für aktive Verkehrssicherheitsarbeit wecken. „Denn jedes weitere Kreuz am Straßenrand ist ein Kreuz zu viel.“

Die Stellvertreterin der Oberbürgermeisterin der Stadt Ansbach, Frau Elke Homm-Vogel, erzählte sehr persönlich vom unverschuldeten Unfalltod eines ehemaligen Mitschülers und leitete daraus den Appell an die zuhörenden jungen Erwachsenen ab: „Sei dir bitte deiner Verantwortung im Straßenverkehr bewusst. Deiner Verantwortung für dich und für andere.“

Dieser Appell und die persönlichen Erzählungen machten viele Zuhörerinnen und Zuhörer spürbar betroffen. Manch einen erinnerten die Worte der Redner wohl auch an eigene Erfahrungen und Schicksale. Die Stimmung in der Aula der Schule war entsprechend ruhig und bewegt.

Abschließend berichtete Alfred Kühnl, der Leitende Polizeidirektor des Polizeipräsidiums Mittelfranken, von den vielfältigen Bemühungen der Polizei, die Zahl der Verkehrsunfälle zu verringern. Er machte den Umfang des Themas deutlich: „Alle 13 Sekunden kommt es in der Bundesrepublik Deutschland zu einem Verkehrsunfall. Jeden Tag sterben mehr als neun Menschen bei Verkehrsunfällen in unserem Land.“ Viele Unfälle – nicht nur die mit Todesfolge – verändern das Leben der betroffenen Menschen nachhaltig. Und dazu gehören nicht nur die Unfallopfer selber, sondern auch ihre Angehörigen und Freunde. Wer eine Todesnachricht überbracht bekommt, dessen Leben wird fortan davon geprägt sein.

Umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung durch musikalische Beiträge von Herrn Mehnert am Klavier. Die beiden ruhig gehaltenen Stücke gaben den Zuhörerinnen und Zuhörern die Möglichkeit den eigenen Erfahrungen, Gedanken und Gefühlen noch einmal nachzugehen und kurz innezuhalten.

Tanja Rohse

Unsere Schulleiterin Frau Hübner mit den Ehrengästen

Schülerinnen und Schüler sehen sich die Ausstellung an


 

 
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