Projekt Demokratie&Toleranz: Meinung JA, Hass NEIN
 
 
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Von 450 Aussagen waren 21 wahr


Für den Beginn der Projektwochen an der FOS/BOS Ansbach konnte eine ausgewiesene Fachfrau als Referentin zum Thema Populismus gewonnen werden. Die Schüler der elften Klassen beenden das Schuljahr mit Projekten zu den unterschiedlichsten Themen.
Zum Auftakt des Projekttages begrüßte am Dienstag die Schulleiterin der FOS/BOS Ansbach, Frau OStDin Heidi Hübner, die Schülerinnen und Schüler der elften Klassen und die am Projekt beteiligten Lehrkräfte. Zudem hieß sie die geladene Fachreferentin zum Thema, die Politologin Tanja Wolf, M. A., vom Lehrstuhl für vergleichende Politikwissenschaft und Systemlehre an der Universität Würzburg, ebenso herzlich willkommen wie den ehemaligen Sprecher der Bürgerbewegung für Menschenwürde Ansbach, Herrn Heinz Kreiselmeyer. Diesen bezeichnete die Schulleiterin als langjährigen Begleiter und Impulsgeber der Schule bei den Bemühungen für mehr Demokratie und Toleranz.
Frau Hübner sieht im Vermitteln der Notwendigkeit der Beteiligung an der Demokratie einen wesentlichen Auftrag der Schule und betont, dass wir alle hier unseren Beitrag leisten sollten. Sie bedankt sich ausdrücklich bei den Lehrkräften, zuvorderst StR Andrea Männer, für die Organisation des Projekttages, bevor Frau Männer der Referentin Tanja Wolf das Wort übergibt.
Diese beleuchtet in ihrem Vortrag zuerst die auf populistischen Aussagen beruhende Politik des US-Präsidenten Donald Trump, dem erst kürzlich von einer amerikanischen NGO nachgewiesen wurde, dass von 450 überprüften Aussagen seit seinem Amtsantritt gerade einmal 21 der Wahrheit entsprachen.
Im weiteren Verlauf untersucht die Referentin vor allem die Politik der als rechtspopulistisch geltenden AfD, vollzieht deren Entwicklung immer weiter nach rechts nach und gibt eine Definition zum Begriff Populismus wieder. Ausführlich erläutert sie Hintergründe und Rahmenbedingungen, die zum starken Aufkommen des Populismus führten und folgert, dass dieser zwar oft bestehende Probleme anspreche, dafür jedoch keine sinnvollen Alternativen anbiete. Sie endet schließlich mit einer verkürzten Fassung der bekannten Zitate zur Aufklärung von Immanuel Kant: „Auklärung ist der Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit“ und „Habe den Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“.
Im Anschluss entließ Frau Männer die Schüler in die von ihnen im Vorfeld gewählten unterschiedlichsten Workshops zum Thema. So bot der Theaterpädagoge des Theaters Ansbach, Michael Schmidt, ebenso einen Workshop an wie der Poetry Slammer Michael Jakob. Frau Wittmann vom Fränkischen Bildungswerk für Friedensarbeit brachte den Schülerinnen und Schülern Brettspiele näher und die Referendarinnen der Schule ließen die SchülerInnen zusammen mit der Fotografin Arlett Ströbel eine eigene Fotostory entwickeln.
So sollte jede/r eine seiner Neigung entsprechende Betätigung finden, mit der das Rahmenthema in Form unterschiedlichster Betrachtungsweisen beleuchtet werden konnte.

 
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