Herzlicher Empfang und volles Programm
 
 
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Im Rahmen ihres Seminarfaches waren elf Schüler mit ihren Lehrkräften OStR Göppner und OStR Schmitz fünf Tage Gäste der TFO Meran, der Partnerschule der FOS/BOS Ansbach in Südtirol, welche die gemeinsame Projektwoche unter das Motto„Smart Green Region South Tyrol“ gestellt hatte.

Nach einer achtstündigen Zugfahrt kam die Seminargruppe, die am Vormittag noch in Ansbach am Unterricht teilgenommen hatte, gegen viertel nach acht am Bahnhof in Meran an, wo sie von der Schülergruppe der TFO, dem dortigen Leiter des Partnerschaftsprojektes, Dr. Josef Prantl und einigen Eltern herzlich empfangen wurden. Dann ging es auch gleich in die jeweiligen Gastfamilien, bei denen die Ansbacher Schülerinnen und Schüler in und um Meran herum untergebracht waren.

Am Dienstag war man vormittags in der Schule um sich erst einmal näher kennenzulernen. Nach der Begrüßung durch Dr. Josef Prantl stellte Schuldirektor Dr. Alois Heinrich Weis im Beisein der Schulleiterin der FOS/BOS Ansbach, OSDin Heidi Hübner, in einem kurzen Vortrag die Schule vor. Im Anschluss hielt Peter Moser, Mitarbeiter der Abteilung Ecosystem ICT & Automation von IDM Südtirol, einen einführenden Vortrag zum Thema der Projektwoche. Zudem stellten einige Ansbacher SchülerInnen ihre Seminararbeiten vor. Am Nachmittag besuchte man dann das Unternehmen Dr. Schär in Burgstall, einen führenden Hersteller glutenfreier und anderer Nahrung für besondere Ernährungsansprüche.

Der folgende Tag wurde in Bozen verbracht, wo man zuerst den NOI-Techparc besuchte, Südtirols Technologiezentrum, in dem Forschungseinrichtungen neben innovativen Unternehmen untergebracht sind und dort von modernsten Laboren und intelligenten Dienstleistungen profitieren. Dies alles findet sich auf dem Gelände der ehemals größten Aluminiumfabrik Italiens mit ihrem zum Teil denkmalgeschützten Gebäudebestand. Neben einer Vorführung des DeConPro-Projektes des Fraunhofer Institutes Italia, bei dem die Steuerung intelligenter Roboter durch Sensortechnik, über die die Maschine vom Menschen lernt, erforscht wird, wurde neben anderen innovativen Projekten auch ein mittlerweile vielfach verkaufter Pizzabackautomat besichtigt, von dessen schmackhafter Produktion sich die Schülerschaft einen appetitlichen Eindruck verschaffen durfte.

Am Nachmittag besichtigte die Gruppe dann die historisch sehr ansprechende Ausstellung „BZ ´18-´45“ im Siegesdenkmal, bei der in der Führung vor allem der italienische Faschismus und die Auswirkungen der Angliederung Südtirols an Italien thematisiert wurden.

Die SchülerInnen beider Schulen trafen sich nach ihrer Rückkehr nach Meran noch zu einem gemeinsamen Pizzaessen.

Am Donnerstag hieß es dann noch früher aufstehen, da der Bus in die Berge bereits um 7.20 Uhr am Bahnhof Meran startete, wo man sich mit der Meraner Gruppe unter Begleitung der Lehrkräfte Prof. Beatrix Reichert und Prof. Dieter Seiwald zusammenfand. Nach fast zwei Stunden Fahrt mit zweimaligem Umsteigen wurde um kurz nach 9 Uhr Wanderführer Franz Kofler begrüßt, der die Gruppe die folgenden Stunden zum ehemaligen höchstgelegenen Bergwerk Europas, dem Schneeberg, führen sollte.

Bei zu Beginn noch Temperaturen etwas über dem Gefrierpunkt und dann jedoch traumhaftem sonnigen Bergwetter stieg man von 1.670 Meter ü. d. M. auf 2355 Meter ü. d. M., was gerade den das flache westliche Mittelfranken gewohnten Teilnehmern einiges abverlangte. Belohnt wurde man dafür mit tollen Bergpanoramen, viel Natur und einer leckeren warmen Mahlzeit auf der Schutzhütte. Nach der erholsamen Rast erläuterte Bergführer Franz Kofler im Museum, auf dem Freigelände und bei einer kurzen Stollenbegehung, wie dort oben seit dem 13. Jahrhundert erst Silber, dann Blei, Kupfer und Zink abgebaut wurden, wobei die Bevölkerungszahl in der Bergwerkssiedlung im späten 15. Jahrhundert mit rund 1.000 Knappen ihr Maximum erreichte. Nach der Betriebseinstellung 1979 wurde das Bergwerk schließlich 1985 endgültig geschlossen.

Der Abstieg von der großartigen Tour ging dann um einiges leichter von statten, so dass man sich pünktlich für die Rückfahrt gegen halb fünf an der Bushaltestelle einfand.

Zurück in Meran traf man sich schließlich in der Technischen Fachoberschule zu einem Abschlussabend, bei dem neben einer Reflexion der vorangegangenen gemeinsamen Tage sowie dem geselligen Austausch auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kam.

Am letzten Tag der Exkursion, dem Freitag, verstaute man erst das Gepäck in der Schule, bevor die SchülerInnen noch auf eigene Faust mit Hilfe eines von Vizedirektor Josef Prantl zur Verfügung gestellten Meranquiz die Stadt erkundeten. Zum Abschluss wurde man schließlich noch auf Einladung von Gemeinderat Stefan Frötscher im Rathaus empfangen, wo Bürgermeister Paul Rösch in Anwesenheit von Schülern, Lehrkräften, dem Vizedirektor sowie dem ehemaligen Schulleiter Dr. Franz Josef Oberstaller und dem amtierenden Schulleiter Dr. Alois Heinrich Weis einen kleinen Abriss zu Geschichte und Gegenwart Merans vortrug und die fränkischen Gäste mit warmen Worten verabschiedete.

Gegen 13.00 Uhr bestieg man dann den Zug in Meran und absolvierte die langwierige Heimreise, die trotz einiger Widrigkeiten (u. a. Durchsage bei einem ungeplanten Halt in Österreich: „Wegen zu geringer Elektritzität kann der Zug derzeit nicht weiterfahren.“) pünktlich um 21.00 Uhr endete.

Die ereignisreiche Woche wird den Ansbacher Teilnehmern noch lange in guter Erinnerung bleiben, ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle noch einmal an die Meraner Gastgeber, vor allem die Gastfamilien, und besonders auch an Dr. Josef Prantl, der mit seinem tollen abwechslungsreichen Programm und viel persönlichem Einsatz einen wesentlichen Anteil am Gelingen der Projektwoche hatte. OStR Matthias Schmitz

Hier der Bericht in der örtlichen Presse und ein paar Bildimpressionen

https://www.suedtirolnews.it/unterhaltung/kultur/wie-die-digitalisierung-uns-veraendert

Empfang im Rathaus in Meran


Aufstieg zum Schneeberg

 

Frauenhofer Italia im NOI Techpark (oben) und NOI Techpark /Uni Bozen (unten)



 

 
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