Autorenlesung 2018
 
 
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Von Fröschen, Verwandten und dem Verlust der Heimat

Am 8.11.2018 fand an der Beruflichen Oberschule Ansbach eine Lesung der Autorin Tanja Maljartschuk statt. Der aus der Ukraine stammenden und in Wien lebenden Autorin, welche in diesem Jahr für ihre Erzählung „Frösche im Meer“ den renommierten Bachmann-Preis erhalten hat, gelang es auf Anhieb einen Draht zu ihrem jungen Publikum aufzubauen, indem Sie neben skurilen und traurigen Geschichten Einblicke in das Leben einer Schriftstellerin bot. Sie sprach während ihrer Lesung mehrfach davon, in Österreich nicht völlig ankommen zu können. Sie sei nirgendwo mehr richtig zuhause. Diese Zerrissenheit zu vermitteln und damit eine Brücke zwischen Kulturen und Ländern schlagen zu können, sei ihr eine wesentliche Aufgabe ihres Schreibens. Darum sei es ihr wichtig, von Dingen zu erzählen, die sie selber berühren. Im anschließenden Gespräch machte Maljartschuk den Schülerinnen und Schülern deutlich, dass das Schreiben ein Beruf sei, der Disziplin und Leidensfähigkeit voraussetze. Denn es gelte Schreibblockaden auszuhalten, denen man sich stellen müsse. Andererseits erlebe sie im Schreiben besondere Momente des Glücks, etwa wenn sie in die zu erschaffene Welt eintauche und diese ausgestalte. Zuletzt gab sie ihrem Publikum den Rat, jetzt möglichst viel zu lesen, weil Literatur bis Anfang Zwanzig die Entwicklung eines Menschen entscheidend präge.

Uwe Graf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tanja Maljartschuk

 
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