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Schülerinnen und Schüler der BOS Vorklasse gewinnen Preise beim Schülerlandeswettbewerb "Erinnerungszeichen 2019/20"

 

 

„Wird Geschichte nur von berühmten Männern gemacht – von Königen und Kaisern, Päpsten, Feldherren und Politikern?“ Diese rhetorischen Eingangsfrage im Grußwort zum Schülerlandeswettbewerb 2019/20 „Der Geschichte ein Gesicht geben“ beantworteten die Beiträge der Schülerinnen und Schüler der beiden Vorklassen mit einem klaren „Nein“. Geschichte wird von Personen in allen Lebenslagen und in allen sozialen Schichten gemacht. Überliefert wird uns davon immer nur ein Bruchteil, außergewöhnliche Taten meist, auch wenn die gewöhnlichen Taten und die allmähliche Veränderung von Einstellungen und Weltbildern oft einen genauso großen Einfluss auf die geschichtlichen Entwicklungen und die Erinnerungskultur haben.

Die Auswahl der Schülerinnen und Schüler fiel daher sowohl auf bekanntere Protagonisten fränkischer Landesgeschichte wie Albrecht Dürer, Kaspar Hauser und Conrad Röntgen;  einige Gruppen beschäftigten sich aber eben auch mit überregional oft höchstens einem Fachpublikum bekannten geschichtlichen Persönlichkeiten wie Deocar, den der Bayernherzog Tassilo im Jahr 782/783 n.Chr. zum Abt des Klosters Hasareoda, dem heutigen Herrieden machte, der von dort aus die Mission vorantrieb und später als Königsbote Karls der Großen tätig war, den Astromonem und Arzt Simon Marius (1573-1625) und  dem 18-jährigen Ansbacher Robert Limpert, der seinen Widerstand gegen das NS-Regime und die sinnlose Verlängerung des Krieges im April 1945 mit dem Leben bezahlte.

Neben der Projektarbeit während der Unterrichtszeit arbeiteten die Schülerinnen und Schüler auch in oft erheblichem Umfang in ihrer Freizeit an „ihren“ Projekten. Durch ihre teilweise umfangreichen Recherchen in Fachliteratur, aber gerade auch vor Ort in Museen und Archiven befassten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur inhaltlich, sondern nutzten die Methodik, mit der Historiker und Historikerinnen sich an Themen annähern.

Neben den Vorgaben des Wettbewerbs wurden von der Lehrkraft nur zur Auflage gemacht, dass es sich bei den Beiträgen um digitale Projekte handeln solle. So kam es zu einem Sammelsurium verschiedenster auditiver, visueller und audio-visueller Beträge, vom Podcast über den Erklärfilm bis hin zur Mini-Doku.

Ich danke allen Mitwirkenden für ihren Einsatz und beglückwünsche die vier Preisträger aus der BOS Vorklasse, nämlich die Beträge:

  • „Heiliger Deocar“ von Katrin Schnurr und Anne-Marie Alers,
  • Kaspar Hauservon Maria Usbek und Annalena Gisa ,
  • Wilhelm Conrad Röntgen - Die Entdeckung der Röntgenstrahlen von Fianna Latz, Lisa Reitz, Joanna Kwasny sowie
  • Robert Limpert“ “ von Dogukan Yüksel, Fabian Anton und Jonathan Geggus .

Wir freuen uns, den Mitgliedern dieser vier Gruppen am 24.07.2020 im Namen des Bayerischen Staatsministers für Unterricht und Kultus Prof. Dr. Michael Piazolo die Urkunden und den Geldpreis überreichen zu dürfen.

Auch im nächsten Schuljahr wird es wieder die Gelegenheit geben, an diesem Wettbewerb, diesmal zu dem Thema „1945 – Kriegsende in Bayern“  (https://www.erinnerungszeichen-bayern.de/) teilzunehmen und in die (lokalen) Tiefen der Bayrischen Geschichte einzutauchen!

Christoph Göppner, OStR

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