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„Summ, summ, summ ...“

haben wir da eben eine Biene gehört? Oder war es doch nur die Bayernhymne? In jedem Fall wird das Volksbegehren gegen das Insektensterben alles richten, da muss man sein Verhalten selbst nicht ändern, oder? Das wird man doch einmal fragen dürfen. Aber nicht nur fragen, sondern auch in einer eigenen Satiresendung hinterfragen!

Und genau das tut im März und April ein Schülerinnen-Team der Fos 12Sb, denn das hatte es sich als Thema für seine Produktion eines Videos zur politischen Satire gewählt, packend anmoderiert, mit Fakten garniert und dann mit Interviews gewürzt, immer nach dem Motto: Schnell noch mit dem Auto durchs Naturschutzgebiet brettern und für den Insektenschutz unterschreiben, hier im Münchener Speckgürtel.

Die anderen Teams wählen ihre eigenen Herzensthemen zur Innenpolitik oder internationalen Politik, stets mit Blick auf die Ausübung politischer Macht. Von Putin über Erdogan zu China, dann weiter zur NATO und COVID-Politik auf globaler, EU- und Bundesebene. Dazu und zu vielem mehr fächern mehr als zwanzig Produktionsteams aus fünf Abschlussklassen einen weiten Themenreigen auf. In Interviews, Erklärvideos, Influencer-Posts und Diskussionsrunden, wird dabei wenig ausgespart. Nicht einmal die Frage, ob die mächtigen Osmanen von Haus aus immun gegen Corona sind.

Kurz vor dem Abitur wird so an unserer Schule der Unterricht im Fach "Politik und Gesellschaft" in Präsenz- und Distanzunterricht zuerst zum Ort der Analyse, dann der subtil-ironischen Kritik von Macht. Damit tun die Abschlussklassen das, was nach Kurt Tucholsky Satire darf, nämlich (fast) alles, vor allem aber provozieren, um Wirkung zu erzielen, gerne mit Übertreibung und Ironie. Und das alles als praktische Ersatzleistung, anstelle der Kurzarbeit im zweiten Halbjahr.

Ausnahmslos überzeugend veranschaulichen die kreativen Produktionen diese Möglichkeit, die immerhin durch die Meinungsfreiheit des Grundgesetzes abgesichert ist, und stellen zugleich eine Medienkompetenz unter Beweis, die zwar im Unterricht angebahnt wird, dann aber vor allem erhofft und nicht wirklich planbar ist. Dazu drehen die Teams unter Wahrung der Hygieneregeln im Schulhaus, in der Stadt und im weiteren mittelfränkischen Umland, teils gar unter Beteiligung von Verwandten und Bekannten.

In dieser FosBos-Traumfabrik kommen Greenscreen, Ringlicht, Softboxen und Profisoftware ebenso zum Einsatz, wie kluge Einstellungen gewählt werden, dramaturgisch durchdachte Schnitte und die unterschiedlichsten Kameras von Handy über DSLR und gar höherwertiges Equipment. Dabei verwandelt sich ein Klassenraum in ein Straflager für Uiguren, Misshandlungen inklusive, und mutiert ein Ansbacher Acker zum Schlachtfeld in Afghanistan. Und auch Bayern bekommt nicht nur bei der Bienensuche sein Fett weg: Hier besticht sogar ein ganz und gar nicht abgehalftert wirkender CSU-Politiker eine Interviewerin vor laufender Kamera.

Als „Krönung“ reflektiert jedes Teammitglied seinen eigenen Produktionsbeitrag in einem Portfolio. Zwar möchten sich am Ende die meisten Gruppen bei ihrem Eifer nicht von der ganzen Schule über die Schulter schauen lassen, doch die Teams der 12Sb mit starken Produktionen zum Bayerischen Volksbegehren gegen das Insektensterben (https://youtu.be/KYig8r9BTrM) und zur weltweiten Corona-Politik (https://youtu.be/hctrSiiRViE) stimmen mittels DSVGO zu, dass ihre Produktionen gesehen werden können, so dass nun jeder überprüfen kann, was es mit „Summ, summ, summ …“ genau auf sich hat.

Dr. Wolfgang Streit

 

  

 

 

  

 

BU #1_1 War da nicht ein Volksbegehren?

BU #1_2 Lange genug gießen, und die Steinwüste wird zur Bienenweide

BU #1_3 Auf die richtige Dosis kommt es an

BU #2_1 Diese Sendung geht den Dingen auf den Grund,

BU #2_2 mit Corona-konformen Schaltungen …

BU #2_3 … in die Metropolen dieser Welt

 

 

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