
Seine Stärken entdecken
Im Januar 2026 nahmen die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtfachs Sozialpsychologie an einem besonderen Workshop zum Thema Selbstbehauptung teil. Der Workshop wurde von dem externen Referenten Erik Müller-Rochholz geleitet, der das Thema mit viel Einfühlungsvermögen, anschaulichen Beispielen und kreativen Methoden vermittelte.Zu Beginn erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen kurzen theoretischen Einblick in die Bedeutung von Selbstbehauptung im Alltag. Im Mittelpunkt stand dabei vor allem die Frage, wie man eigene Bedürfnisse, Meinungen und Grenzen klar formulieren kann, ohne andere zu verletzen. Anschließend wurden diese Inhalte in verschiedenen praktischen Übungen erprobt. In kleinen, interaktiven Aufgaben konnten die Schülerinnen und Schüler beispielsweise trainieren, selbstbewusst „Nein“ zu sagen oder mit Situationen umzugehen, in denen andere versuchen, Einfluss auf ihr Verhalten zu nehmen. Durch diese Übungen wurden eigene Verhaltensmuster sichtbar, und viele Teilnehmende konnten ihre persönliche Haltung und Position bewusster wahrnehmen.
Ein wichtiger Bestandteil des Workshops waren anschließende Reflexionsrunden. Hier hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre Erfahrungen aus den Übungen zu besprechen, Eindrücke auszutauschen und gemeinsam zu überlegen, wie sich die erlernten Strategien auch im Alltag anwenden lassen.
Besonders einprägsam wurden die Inhalte durch drei anschauliche Symbole vermittelt, die als Leitbilder für selbstbewusstes Handeln dienten:
- Der innere Schiedsrichter steht für das Bewusstsein über die eigenen Werte, Regeln und Grenzen. Er hilft dabei, Situationen klar zu beurteilen und Entscheidungen unabhängig von äußeren Einflüssen zu treffen.
- Der Gartenzaun verdeutlicht, wie wichtig es ist, persönliche Grenzen nicht nur zu kennen, sondern sie auch nach außen sichtbar zu machen und zu verteidigen.
- Die Fernbedienung symbolisiert die Kontrolle über das eigene Verhalten und erinnert daran, Verantwortung für die eigenen Reaktionen zu übernehmen und diese nicht anderen zu überlassen.
Die Workshop-Nachmittage waren geprägt von einer offenen Atmosphäre, guten Gesprächen und einem respektvollen Miteinander. Ein besonderer Höhepunkt zum Abschluss war die sogenannte „Stärken-Dusche“. Dabei erhielt jede Person positives Feedback von der Gruppe, wodurch alle Teilnehmenden den Workshop mit einem gestärkten Selbstwertgefühl und einem guten Gefühl beenden konnten.
Andrea Männer


